Die Ausgaben für IT-Sicherheit in Deutschland steigen 2026 um 11,7 Prozent auf 14,3 Mrd. Euro, meldet Bitkom.org. Mehr als die Hälfte davon schlucke Software. 2027 lege der Markt um weitere 10,7 Prozent auf 15,8 Mrd. Euro zu. Hardware wie Firewalls schrumpfe dann allerdings um 4,2 Prozent. Der Anteil der Sicherheitsausgaben an den IT-Budgets verharre trotzdem bei 18 Prozent, knapp unter den 20 Prozent, die Bitkom und BSI empfehlen.
Der deutsche Markt für IT-Sicherheit wächst weiter zweistellig. Nach Angaben von Bitkom auf Basis des IDC Worldwide Security Spending Guide steigen die Ausgaben 2026 voraussichtlich um 11,7 Prozent von 12,8 auf 14,3 Milliarden Euro, meldet Bitkom.org. Für 2027 erwartet der Digitalverband ein weiteres Plus von 10,7 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Damit würde der Markt erstmals die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten.
Software dominiert die Sicherheitsausgaben
Den größten Anteil hält Sicherheitssoftware. Sie kommt 2026 laut IDC auf 7,8 Milliarden Euro und legt damit um 14,5 Prozent zu. Auf Software entfallen damit 55 Prozent des Marktes. Genannt werden Lösungen zum Schutz von Endgeräten und Cloud-Umgebungen, Identitäts- und Zugriffsmanagement sowie Systeme zur Angriffserkennung. Dienstleistungen rund um IT-Sicherheit erreichen 5,3 Milliarden Euro, ein Zuwachs von 7,3 Prozent. Dazu zählen Beratung, Integration von Sicherheitslösungen und Managed Security Services.
Auch Hardware wächst 2026 deutlich. Für Firewalls und andere Spezialgeräte werden 1,2 Milliarden Euro ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 14,6 Prozent und damit dem stärksten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. 2027 verschiebt sich das Bild jedoch: Sicherheitssoftware soll dann um 14,6 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro steigen, Dienstleistungen um 8,4 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. Hardware dürfte nach dem starken Beschaffungsjahr dagegen um 4,2 Prozent sinken und knapp unter 1,2 Milliarden Euro liegen.
Budgets bleiben unter Empfehlung
Trotz steigender Gesamtausgaben bleibt der Anteil der IT-Sicherheitsinvestitionen an den IT-Budgets unverändert. Im Schnitt fließen wie im Vorjahr 18 Prozent in IT-Sicherheit. Das liegt unter dem Richtwert von 20 Prozent, den Bitkom und BSI empfehlen. Für Unternehmen entsteht damit eine Lücke zwischen wachsendem Marktvolumen und dem empfohlenen Budgetanteil.
Der Investitionsdruck bleibt hoch. Die Bitkom-Studie „Wirtschaftsschutz 2026“ beziffert den jährlichen Schaden für die deutsche Wirtschaft durch Datendiebstahl, Spionage und Sabotage auf mindestens 211 Milliarden Euro. 76 Prozent davon gehen auf Cyberangriffe zurück. Bitkom verweist zudem auf steigende Anforderungen durch den Cyber Resilience Act und die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie. Die neuen Marktzahlen wurden auf der it-sa in Nürnberg vorgestellt; die Messe findet vom 27. bis 29. Oktober 2026 statt.
