Liebe Leserin, lieber Leser, gestern habe ich Kleinmöbel online bestellt und per Paypal bezahlt. Und trage damit wieder ein kleines bisschen zum Umsatz von Paypal bei. Der übertrifft mit 3,68 Milliarden Dollar im abgelaufenen Quartal (plus 14 Prozent) die Erwartungen der Wall Street. Paydirekt, den Paypal-Klon der deutschen Banken, habe ich nicht mal im Relevant Set. Warum auch? Paypal macht so vieles besser, dass es sich in einem Satz zusammenfassen lässt:  Sie machen es sich schwer und den Kunden einfach. Paydirekt macht es, wie viele andere deutsche Konzerne, umgekehrt.

Drogeriemarktkette dm wächst
DAS muss jetzt aber am Wetter (mehr Deos im langen Sommer?) liegen: Die Drogeriemarktkette dm schafft  8,1 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2017/2018 in Deutschland und 10,7 Mrd. Euro Umsatz in Europa. Ein nettes Plus. Die Zahlen im Vorjahr: 7,857 Mrd. Euro in Deutschland, 10.259 Mrd. Euro in Europa. Online macht dm inzwischen mehr als 100 Mio. Euro Umsatz. Wer genau rechnet, stellt fest: Das Wachstum verlangsamt sich. Vielleicht doch auch das Wetter.


DocMorris kauft weiter ein
Der DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose kauft sich weiter eine Brandschutzmauer zusammen, bevor Amazon mit seinen Pharma-Plänen auch hierzulande die Wettbewerber krank macht. Bis zu 170 Millionen Euro zahlt Zur Rose für Medpex. Die Versandapotheke aus Ludwigshafen ist die Nummer 3 am Markt und bringt es auf einen Umsatz von 139 Millionen Euro. Seit dem Börsengang vor gut einem Jahr hat Zur Rose bereits unter anderem Promofarma, Eurapon und Vitalsana gekauft.

Picnic peilt über 10.000 Kunden an
Picinic, Disruptor des Lebensmittel-Onlinehandels, beliefert ein halbes Jahr nach dem Start inzwischen 6.500 Kunden aus Kaarst, Neuss, Meerbusch und Düsseldorf-Oberkassel. Weitere 5.000 potenzielle Kunden sind bei Picnic auf der Warteliste. Die Kapazität des Picnic Fulfillment-Centers in Viersen wurde inzwischen von ursprünglichen 3.500 m2 auf 8.500 m2 erhöht. Da geht noch was. Womöglich auch demnächst andernorts. Auf der Liste weiterer Städte könnte Mühlheim an der Ruhr (Tengelmann-Hauptquartier) stehen. Oder auch Essen, Stammsitz von Aldi Nord. Das wäre nicht all zu weit und brächte schöne Schlagzeilen für die PR.

Galaxus dockt in Hamburg an
Kurz vor dem Markteintritt in Deutschland bezieht der Schweizer Onlineshop Galaxus seinen Länderhauptsitz in Hamburg. Nach dem Warenlager in Nordrhein-Westfalen und dem EU-Hub in Baden-Württemberg hat das Unternehmen nun bereits drei Standorte im Land.

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5.000 Geräte in 900 Läden: La Halle setzt auf Comarch für kundenorientierte Omnichannel-Strategien
Angesichts des starken Wettbewerbsdrucks in der Retail-Branche und sich wandelnder Kundenerwartungen hat La Halle sein Geschäfts-Informationssystem ausgebaut. Das Unternehmen will damit dem neuen Omnichannel-Kaufverhalten gerecht werden und die Qualität seiner Dienstleistungen verbessern. Unter anderem stehen den Verkäufern dafür nun mobile PoS-Geräte zur Verfügung. Erfahren Sie mehr >>.

INTERNATIONAL


Google gewinnt neue Partner für Shopping Actions
Google hat nun unter anderem Nike, Sephora und Best Buy für sein E-Commerce-Programm Shopping Actions gewonnen. Über den Dienst können Online-Shopper Produkte bequem über die Suche oder den Sprachassistenten von Google einkaufen. Über den im Frühjahr in den USA gestarteten Dienst können Marken und Händler ihre Produkte über die Google-Suche, in Google Express und im Google Assistant auf Smartphones und Sprachassistenten listen. Im Austausch für das Listing beteiligen diese Google anteilig am Umsatz. Mit an Bord beim Programm, mit dem Google gegenüber Amazon im E-Commerce Boden gut machen will, sind bereits Riesen wie Target, Walmart, Home Depot und Costco Wholesale.

eBay erklärt Amazon den Krieg
Der Online-Handelskonzern Ebay hat Amazon verklagt, weil der Rivale angeblich in großem Stil auf illegale Weise Top-Händler abwerben wollte. Mitarbeiter von Amazon sollen über Jahre hinweg eBays E-Mail-System ausgenutzt haben, um besonders absatzstarke Händler mit verdeckten Nachrichten auf die eigene Plattform zu locken.

HelloFresh übernimmt Rivalen in Kanada
HelloFresh kauft in Kanada den Rivalen Chefs Plate: Die Rocket-Internet-Tochter wird damit prompt zum dortigen Marktführer.


TRENDS & FAKTEN

USA will billige Pakete aus China stoppen
Die USA wollen den Weltpostverein verlassen. Sie stört eine Vereinbarung, die China einen Vorteil verschafft. Eine Regelung sorgt dafür, dass China den Status eines Entwicklungslandes hat und günstigere Konditionen im grenzübergreifenden Postverkehr hat. Eine Regelung, die auch hierzulande immer wieder für Schluckauf sorgt, weil die Sendungen - hierzulande beispielsweise durch DHL - subventioniert zugestellt werden müssen. Dadurch haben Händler aus China wie Wish und AliExpress in Deutschland teilweise niedrigere Lieferkosten als einheimische Händler. Das verzerrt den Onlinehandel. Bei Wish gibt man sich ob der Bedrohung gelassen.

Palantir vor möglichem Börsengang
Das geheimnisumwitterte US-Tech-Unternehmen Palantir könnte im 2. Halbjahr 2019 an die Börse gehen. Palantir könne dabei mit bis zu 41 Milliarden Dollar bewertet werden. Die Datensammler stehen immer wieder in der Kritik für ihre Zusammenarbeit nit Geheimdiensten. Gerade auch weil sie Spezialisten in ihrem Job der Sammlung und Analyse sind. Hier hat etailment Palantir erklärt.

Uber steigt in Zeitarbeit ein
Uber will mit Uber Works nun auch Arbeitskräfte vermitteln. Im Fokus: Kellner, Wachleute, Kuriere. Der Starttermin ist unklar.

Zahl des Tages
Werber-Legende und Ex-WPP-Boss Martin Sorell erwartet, dass Amazon binnen weniger Jahre 100 Milliarden Dollar mit Werbung erlösen wird. Schon jetzt ist Amazon eine gewaltige Werbeplattform mit einem gewaltigen Vorteil: Während Google weiß, was Kunden suchen, Facebook die Vorlieben der Nutzer kennt, weiß Amazon, was Kunden gerade kaufen und bald kaufen wollen.  

Start-up des Tages
Troy macht Inkasso-Prozesse digital und damit effizient und kundenfreundlich. Ziel ist die Kundenerfahrung zu optimieren, um dadurch die Beziehung zwischen Kunde und Auftraggeber zu erhalten.

Beliebtester Beitrag am Vortag
Beim Cross-Border-Geschäft ist die Sprache oft die größte Barriere. Da ist der Weg in die USA oder nach Australien, der englischen Sprache wegen, oft leichter als ins europäische Ausland. Neben Amazon und eBay versprechen dabei auch Marktplätze vor Ort gute Chancen. Unser Whitepaper stellt sie vor.  Hier der Direktlink zum Download.