Mehr als 1.000 Händler mit Sitz in Russland sind auf den Marktplätzen von Amazon weiterhin vertreten, während Etsy & Ebay diese auf ihren Marktplätzen gesperrt oder eingeschränkt haben. Nun kündigt Amazon USA an, dass man zumindest keine neuen Händler aus Russland oder Belarus mehr aufnehmen wolle. Würde Amazon dem Beispiel seiner Mitbewerber folgen, wäre allein das schon ein klares Zeichen an die Händler in der Ukraine. Immerhin sind es dreimal so viele wie aus Russland und Weißrussland zusammen. 

///// HANDEL NATIONAL
Tanken wird günstiger
Vielleicht ist das der Tropfen auf dem heißen Stein? Gestern hat die Ampelkoalition unter anderem beschlossen, die Autofahrer - und damit auch die Transportunternehmen - mit einer Senkung der Kraftstoffsteuer zu entlasten: beim Benzin um 30 Cent und beim Diesel um 14 Cent pro Liter, befristet für drei Monate. Alle Maßnahmen zusammen werden mit 20 Mrd. Euro in der Kasse des Bundesfinanzministeriums zu Buche schlagen. Wie sie finanziert werden, ist bisher nicht bekannt.  

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Lagerlogistiker wünschen sich gezielte Entlastung vom Staat
Das Berliner Logistiker-Netzwerk Warehousing1 hat seine Mitglieder zu den Folgen der Ukraine-Krise befragt. Demnach spüren 100 Prozent bereits die Auswirkungen auf ihr Geschäft, 76 Prozent fordern von der Politik Entlastungen, 85,7 Prozent sorgen sich aufgrund der Inflation um ihre Geschäftsentwicklung. Vor allem Kartonage, Verpackung und Energie haben sich verteuert. 61,9 Prozent der Unternehmen will die Preissteigerungen an ihre Kunden weitergeben. 

Aus für Wuplo in Berlin
Vier aus Russland stammende Unternehmer starteten vor sechs Monaten in Berlin den Express-Lieferdienst Wuplo und kündigten an, Gorillas Konkurrenz zu machen. Ab heute wird der Dienst pausiert. Grund dafür könnten die Sanktionen gegen Russland sein, schreibt die Lebensmittelzeitung. Neben den Gründern seien noch weitere russische Investoren an Bord. Wuplo ist nicht der erste Lieferdienst weltweit, der wohl durch die Sanktionen schließen muss. Auch der in den USA tätige russische Schnelllieferdienst Buyk ist bereits bankrott.

Deutsche Post will 800 neue Packstationen an Bahnhöfen einrichten
In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn will die Post in den nächsten Monaten die Paket-Abholautomaten an Bahnhöfen deutlich ausbauen. Gestern wurde bekannt, dass 800 solcher Packstationen auf dem Gelände der Bahn bis Jahresende installiert werden sollen. Vorreiter ist der Leipziger Hauptbahnhof. Dort ging die erste Packstation in Betrieb, rund hundert gibt es bereits an Bahnhöfen, bundesweit sind es über 9.000. Der Vorteil für die Nutzer liegt klar auf der Hand: An den Packstationen können Pakete rund um die Uhr abgeholt werden. 

Was wird aus Hermes? 
Exciting E-Commerce spekuliert über die Zukunft des Paketzustellers Hermes. In Großbritannien sei das Unternehmen nun in den Billiganbieter Evri aufgegangen. Für Deutschland sei eine Zerschlagung zu erwarten. 


///// HANDEL INTERNATIONAL

Online-Apotheke Zur Rose in tiefroten Zahlen
Das hatte man sich bei Zur Rose anders vorgestellt: Weil bereits für das vergangene Jahr die Einführung des obligatorischen digitalen Medikamentenrezepts in Deutschland erwartet wurde, steckte die Online-Apotheke viel Geld in künftiges Wachstum. Doch das digitale Rezept wurde verschoben. Für das Jahr 2021 weist das Unternehmen nun einen Verlust von 142,6 Mio. Franken im operativen Ergebnis aus, im Jahr 2020 lag das Minus bei 78,4 Mio. An den Wachstumsinitiativen allein liegt das wohl dennoch nicht. Darum bereinigt wurde die Gewinnschwelle mit -128 Mio. beim EBITDA klar verfehlt.

Amazon wirbt um Ukraine-Flüchtlinge
Sie gelten als gut ausgebildet und sofort in den Arbeitsmarkt integrierbar: die Ukraine-Flüchtlinge. Mit diesen fest im Blick hat Amazon das "Welcome Door"-Programm ins Leben gerufen. Es erstattet unter anderem die Gebühren für das Employment Authorization Document (EAD) und bietet Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten, einschließlich kostenloser Studiengebühren und Englisch-als-Zweitsprache-Kenntnissen (ESL) durch das Career Choice Programm. Man wolle sich um die unmittelbaren Bedürfnisse kümmern und für längerfristige Unterstützung der aus der Ukraine fliehenden Menschen sorgen, heißt es bei Amazon. 


///// TRENDS & TECH

ERP-Systeme: Worauf Händler achten sollten
Der Online-Markt boomt. Doch statt Vollgas zu geben, fahren viele E-Commerce-Anbieter bei der Digitalisierung mit angezogener Handbremse – sie arbeiten mit Excel-Listen und Google Sheets oder behelfen sich mit provisorischen Arbeitsabläufen. Wie ein ERP-System helfen kann, ineffiziente Abläufe zu automatisieren und welche Backend-Prozesse einbezogen werden sollten, sagt Gastautor Benedikt Sauter vom Softwareanbieter Xentral.

Promis setzen auf eigene Alkoholmarken
George Clooney hat schon so manche Schnaps-Idee vergoldet, so zum Beispiel die Tequila-Marke Casamigo, die er im Jahr 2013 gründete und vor vier Jahre verkaufte. Und er befindet sich in guter Gesellschaft. Immer mehr Prominente geben ihr Gesicht für eine Alkoholmarke her und versilbern deren Erfolg. Jägermeister mischt da ebenfalls fleißig mit, berichtet OMR.com. Spannend. 

Otto stößt Fintech-Startup CollectAI ab
Die Aareal Bank hat alle Anteile an CollectAI, einem Zahlungsdienstleister für KI-gestützte Zahlungslösungen von der Otto-Gruppe übernommen. CollectAI bleibe weiterhin für Otto tätig, heißt es beim deutschen Online-Riesen. Die Aareal Bank baut mit der Akquisition ihr Geschäftssegment um KI-gestützte Lösungen für interaktive Rechnungen und intelligentes Mahnwesen weiter aus. 

///// NACHHALTIGKEIT

GLS Germany für Nachhaltigkeit ausgezeichnet
Der Spezialist für Nachhaltigkeitsratings EcoVadis hat den Paketdienstleister GLS Germany mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Das Unternehmen gehört demnach nun offiziell zu den nachhaltigsten Paketdienstleistern in Europa. Für das Rating werden zahlreiche Kennzahlen herangezogen wie zum Beispiel nachhaltige Beschaffung, Umweltschutz, Ethik, Arbeits- und Menschenrechte. Über 90-Tausend Unternehmen sind bereits "gerated". GLS Germany kommt auf eine Umweltverträglichkeitsbewertung von 80/100.