Vom 27. Oktober an sollen Medien zufolge die traditionsreichen Marken Karstadt und (Galeria) Kaufhof Standort für Standort verschwinden und durch Galeria ersetzt werden. Ganz unabhängig davon, wie die Pläne aussehen (die Rede ist von Mall-artigen Konzepten), ist das eine Zäsur, die wie wenige sonst den Strukturwandel im Handel zum Ausdruck bringt. Und damit zu den E-Commerce-Nachrichten.

///// HANDEL NATIONAL
Politik wiederholt Versprechen: Kein neuer Lockdown geplant
„Nach allem, was wir heute wissen, können wir einen neuen Lockdown für Geimpfte und Genesene vermeiden. Und das heißt auch: Restaurants und Geschäfte können im Winter offen bleiben.“ Mit diesem Satz, wiedergegeben von Handelsblatt.com, bekräftigt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) frühere Aussagen der Regierung. Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sagte (Welt.de zufolge), „ein neuer Lockdown wäre kaum zu rechtfertigen“; wer sich aus eigener Entscheidung nicht impfen lasse, könne schwerlich erwarten, dass derart tief in die Grundrechte der gesamten Bevölkerung eingegriffen werde.

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Mehr Flexibilität mit den „Später Bezahlen“-Angeboten von PayPal

Der Online-Handel ist relevanter denn je und setzt seinen Erfolgskurs fort. Auch auf Händlerseite vergrößert sich der Markt. PayPal ermöglicht beiden Seiten beim Shopping nun noch flexibler zu sein. Die Umsätze des Online-Handels steigen konstant, doch auch die Bedürfnisse der Kunden bezüglich des Einkaufserlebnisses verändern sich. Je einfacher, sicherer und flexibler sich dieser gestaltet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden ihren Einkauf abschließen. Einen entscheidenden Beitrag hierzu können Händler mit den „Später Bezahlen“-Angeboten von PayPal leisten. Mehr dazu lesen Sie hier.

Capital.de: Zahl der Gorillas-Kunden sinkt
Gorillas mit Hauptsitz in Berlin hat nach Informationen von Capital.de mit sinkenden Kundenzahlen zu tun: Dem Bericht zufolge "wächst die Zahl der wöchentlich aktiven Kunden seit Anfang Juli nicht mehr". Damals seien 170.000 aktive Kunden pro Woche erreicht worden, inzwischen seien es etwa fünf Prozent weniger. Der Schnell-Lieferdienst versuche, mit E-Mails ("Machst du mit uns Schluss?") und Rabattcodes gegenzusteuern. Gorillas habe auf Anfrage keinen Kommentar abgegeben.

Ebay Kleinanzeigen kann noch bis 2024 so heißen und führt Bezahlen mit Treuhand ein
Noch bis 2024 könne Adevinta, neue Eigentümerin von Ebay Kleinanzeigen, Markennamen und Logo von Ebay nutzen -- und so lange werde es auch Verwechslungen geben, weil viele Kunden nicht wissen, dass das Unternehmen nicht mehr zu Ebay gehöre. Das sagt Paul Heimann, Geschäftsführer von Ebay Kleinanzeigen, auf Channelpartner.de. Sein Unternehmen erreiche rund 66 Prozent der deutschen Internetnutzer, ständig stünden etwa 45 Mio. Anzeigen online, bei etwa einer Mio. neuen pro Tag. Wichtigste Einnahmequelle seien Pakete für Gebrauchtwagen- und Immobilienanbieter. Eine Bezahlfunktion mit Treuhandfunktion und der Einsatz von Logistikern sollen Betrugsversuche erschweren.


///// HANDEL INTERNATIONAL

USA: Gesetzesinitiative plant Herkunftsnachweise für Online-Waren
Hector Balderas, Justizminister (Attorney General) des US-Bundesstaats New Mexico, fordert eine bessere Kontrolle der Herkunft online angebotener Waren. Bandenmäßiger Ladendiebstahl habe in den USA stark zugenommen. Das Diebesgut, das von professionellen Dieben in großem Stil und oft mit Gewalt aus stationären Geschäften entwendet werde, lande in Online-Shops, scheibt er in einem Gastbeitrag auf Businessinsider.com. Balderas hat nach eigenen Angaben die Gesetzesinitiative "Inform Consumers Act" auf den Weg gebracht, derzufolge E-Commerce-Websites die Herkunft der Waren von Drittanbietern prüfen müssen. Das soll zum Beispiel über einen amtlichen ID-Code und die Kontaktinformationen des Anbieters passieren.

Global Fashion Group wächst im ersten Halbjahr um 25 Prozent
Die Global Fashion Group, luxemburgischer Betreiber der Zalando-Klone Dafiti (Südamerika), Zalora (Südostasien), The Iconic (Australien und Neuseeland) und Lamoda (GUS-Staaten wie Russland), hat im ersten Halbjahr 2021 den Umsatz um 25,2 Prozent (währungsbereinigt)/um 15 Prozent (in Euro) gesteigert, sie erlöste 607,6 Mio. Euro. Das ist deutlich besser als das erste Halbjahr 2020 mit 9,9 Prozent (währungsbereinigt)/0,7 Prozent (in Euro) Plus. "Beim bereinigten Ebitda schaffte die Gruppe es mit einem Plus von 100.000 Euro knapp in die Gewinnzone, nach einem Verlust von 13,2 Mio. Euro im Vorjahr. Der Nettoverlust reduzierte sich um fast 20% auf 65,1 Mio. Euro", schreibt Textilwirtschaft.de. Der Anteil des Marktplatz-Geschäfts stieg von 31,1 auf 37,7 Prozent.

Softbank und andere investieren 350 Mio. US-Dollar in indisches Gebrauchtwagenportal
Das indische Gebrauchtwagenportal Cars 24 Services erhält von DST Global, Softbank Group und anderen Investoren rund 350 Mio. US-Dollar an frischem Kapital. Das Portal soll laut Techinasia.com zudem in den kommenden anderthalb bis zwei Jahren an die Börse gehen. Wettbewerber Cartrade sei genau diesen Schritt in den vergangenen Tagen gegangen.

Drei kleine Amazon-Nachrichten, sehr kurz gehalten
  • Eine Amazon-Lagermitarbeiterin in den USA hat Klage eingereicht: Sie sei wegen zu häufiger Toilettenbesuche entlassen worden, obwohl sie unter einem Reizdarmsyndrom leide. (Businessinsider.com)
  • Auch das Thema Lieferwagen-Überwachung kommt wieder auf: Amazon soll eigene Technologie zum Tracken entwickelt haben, die den Logistikpartnern angeboten werden soll. Amazon selbst spricht von Drittprodukten. (Theverge.com)
  • Und ein bisschen Tratsch: In den USA melden gleich mehrere Medien die bewegende Geschichte, Amazon-Gründer Jeff Bezos habe sich eine Softeis-Maschine in sein neues Haus einbauen lassen.


///// TRENDS & TECH

Möbelhandel digitalisiert sich
Im Jahr 2021 soll der Online-Anteil im Möbelhandel auf 14 Prozent klettern (2019: 10,1 Prozent), so zitiert Channelpartner.de Zahlen des EHI. Damit das funktioniert, müssen Möbelanbieter besonders viel beachten, so die Website in einem Überblicksartikel. "In der Möbelbranche mit ihrer riesigen Produktvielfalt beziehungsweise den unzähligen Kombinationen von Ausführungen, Mustern und Materialien, handelt es sich oft um Einzelanfertigungen", heißt es als Beispiel. "Dem Verkäufer müssen deshalb alle Produktinformationen und Darstellungen zwingend digital zur Verfügung stehen."

Klarna nimmt Geschäft in Polen auf
Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna ist jetzt auch in Polen unterwegs, zunächst mit H & M, perspektivisch aber natürlich offen für alle Händler, „große wie kleine”, wie Tamebay.com berichtet. Im Vordergrund steht dem Bericht zufolge das Angebot „Zapłać za 30 dni” („In 30 Tagen zahlen”), das auch auf der polnischen Website hervorgehoben wird.

In eigener Sache: Worüber sollte Etailment häufiger berichten? Business-Planer von Häfft zu gewinnen
In Kooperation mit dem Häfft-Verlag verlost Etailment sechs Business-Planer 2021/2022 im A5-Format für 18 Monate mit einer Woche auf zwei Seiten, Lesebändchen, Vorschau für jeden Monat und einer großen Jahresübersicht zum Aufklappen. Wer ein Exemplar gewinnen möchte, sendet bis zum 13. September eine Mail an etailment@dfv.de mit einer Antwort auf die Frage „Worüber sollten wir auf Etailment häufiger berichten?“. Die sechs Exemplare werden unter allen Teilnehmern verlost, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.