Liebe Leserin, lieber Leser, das Thema "Same Day Delivery" ist jetzt durch. Irgendwie macht es bald jeder. Zudem fällt jetzt noch die letzte Bastion: Beim 1. FC Köln können Fans im Stadion Bier und Wurst testweise per App ohne Aufpreis an den Sitzplatz bestellen. Auch hier sind die großen Namen nicht die Schnellsten. Beim Drittligisten SC Preußen Münster machte man das schon vor einem Jahr vor.

Zalando begräbt Eigenmarken
Zalando beerdigt sein Eigenmarken-Labor zLabels zum 1. April und verabschiedet sich laut FAZ von einem Gutteil seines Eigenmarkensortiments, mit dem man rund 10 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete. Zalando will mehr denn je auf Marken und Partner setzen, buhlt um Labels und legt dafür - man ist eben nicht in einer Machtposition wie Amazon - seine Private Labels auf den Opferaltar.

Deichmann baut auf Omnichannel
Deichmann, im TV gerade mit einem fuurios durchgeknallten Vignetten-Film unterwegs, meldet gerade flächenbereingt eine eher dünne Sohle: Plus 0,1 Prozent bei einem Netto-Umsatz von 5 Milliarden Euro insgesamt (Deutschland: 2,3 Milliarden Euro). Der Schuhändler hat aber noch Einlagen genug für die größte Akquisition der Firmengeschichte und die internationale Expansion. In China nutzt man dazu zeitnah TMall von Alibaba. Uns interessieren natürlich vor allem die digitalen Schuhspitzen des bekennenden Omnichannel-Anbieters Heinrich Deichmann. Click & Collect soll nun endlich kommen, der Onlineshop technisch und optisch komplett neu gestaltet werden. 

Limango profitiert vom Marktplatz
Otto Group-Tochter Limango steigerte seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 229 Millionen Euro. Dafür brauchte der Family-Shop 1,2 Millionen aktive Kunden. 80 Prozent des Traffics im Shop erfolgt mittlerweile mobil. In Zeiten in denen jeder meint, irgendwie Plattform werden zu wollen, darf sich die Otto-Tochter ein wenig zurücklehnen und daran erinnern, dass man da ein bisschen weiter vorne war und schon 2017 mit dem Aufbau des Marktplatzmodells loslegte. Bilanz bislang: 2018 konnten mehr als 80 neue Partner mit circa 75.000 Artikeln angeschlossen werden. Gestartet war man mit 10.000 Produkten von rund 60 Händlern und Herstellern.

Amazon knöpft sich China-Händler vor
Amazon geht inzwischen massiv gegen Händler aus Ländern vor, die noch nicht ihre Umsatzsteuerbescheinigung dem Marktplatzbetreiber zur Verfügung gestellt haben. Die üblichen Verdächtigen sind China-Händler-Accounts. Amazon suspendiert die betroffenen Accounts und blockiert die Lagerbestände. Mehr weiß Wortfilter.
 
Sportlicher Preis für Same Day Delivery
Der Sportartikel-Händler Decathlon bietet  "Same Day Delivery" inzwischen in Hamburg, Berlin und in Zukunft auch in Köln, Düsseldorf und Leverkusen. Eile kann teuer werden. Für Fahrräder langt man mit 24,99 Euro hin. Je nach Tour ist es da billiger, man schickt ein Taxi oder ein Uber los. 

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Aber das muss ja nicht sein: Wir nehmen stattdessen nur 4.200 Euro pro Woche für Textanzeigen im Morning Briefing. Bei rund 400 Zeichen Text sind das 10 Euro pro Zeichen. Aber rechnen Sie so? Nein! Sie rechnen in Kunden. Und dann schauen sie nicht auf den Preis, sondern auf das Ergebnis. Mehr Infos hier und bei griego@derhandel.de

INTERNATIONAL


Alibaba macht Tempo
Alibaba investiert fast 700 Millionen Dollar in den Kurierdienst STO Express. Das seit langem formulierte Fernziel: 24 Stunden-Lieferung in ganz China und 72-Stunden-Lieferung weltweit. Das wäre dann schneller als manch ein stationärer Händler innerhalb der Stadt oder ein Onliner innerhalb Deutschlands braucht.


TRENDS & FAKTEN

Vorwerk im Shitstorm
Vermutlich gerade der Aufreger in Deutschland: Seit Vorwerk verkündet hat, dass es ab April ein neues Modell seiner beliebten Küchenmaschine Thermomix geben wird, stehen die Kunden Kopf. Denn der  Verkaufsstart des TM6 kam völlig unvermittelt und unerwartet. Nun fühlen sich viele Kunden geprellt. Der Shitstorm dreht auf Hochtouren. Gründerszene hält trotzdem Vorwerk die Stange.

Visual Search: Amazon abgeschlagen
Wer kann Visual Search besser? Das wollte elaboratum herausfinden. Das Resultat: Mit 62 % positiven Ergebnissen im Gesamteindruck belegt Google den ersten Platz, dicht gefolgt von ASOS (Technologie: viSenze) mit 61 % und Zalando (Technologie: cortexica) mit 57 %. Amazon bring es auf lediglich 42 % positive Bewertungen. Befragt wurden mehr als 600 Internetnutzer, die insgesamt 3.600 echte Use-Cases klickten

Start-up des Tages
Sicherheit geht im Internet vor. Komplizierte Passwörter führen jedoch häufig zum Kaufabbruch im Onlineshop. Das Münchener Start-up IDEE hat daher eine eine einfache, vertrauenswürdige Lösung entwickelt.

Favorit der Leser am Vortag
"KI macht alles besser, verdient automatisch Geld und lässt Elvis wieder auferstehen." In seimem Zwischenruf nimmt Roman Zenner den Hype um KI auseinander und sagt was Künstliche Intelligenz kann und warum der Begriff eigentlich doof ist. 

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