Conrad Electronics verabschiedet sich derzeit auf großen Werbeplakaten von seinen Kundinnen und Kunden in Frankfurt am Main. Man sei nicht weg, nur woanders, steht auf den Plakaten. Ab dem 19. November 2022 werde der Standort Frankfurt am Main geschlossen. Im nachempfundenen Ortsschild ist Frankfurt am Main durchgestrichen. Woanders bedeutet conrad.de.

///// HANDEL NATIONAL
Otto.de soll zur größten Plattform für nachhaltiges Onlineshopping in Deutschland werden
Otto kündigte gestern eine neue Nachhaltigkeitsstrategie an, die den Ressourcenschutz in den Mittelpunkt stellt. Bereits im Jahr 2030 will der größte deutsche Online-Händler bilanziell klimaneutral sein. Nachhaltiges Einkaufen soll bis zum Jahr 2025 die Regel sein. Dafür konzentriert sich Otto auf nachhaltige Artikel im Sortiment und baut kreislauffähige Lösungen für Textilien und Verpackungen aus. Alle Eigen- und Lizenzmarken sollen zu 100 Prozent nachhaltig werden. Ferner will der Online-Riese den Verpackungsmüll weiter reduzieren. 

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WEBINAR: Intelligente Prozessautomatisierung in Handel und Fertigung
Bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen in Ihrem Unternehmen ist noch viel Luft nach oben? Und Sie fragen sich vielleicht: Welche Tätigkeiten haben überhaupt Automatisierungspotential? Für welche Problemstellungen oder Herausforderungen bietet Prozessautomatisierung eine geeignete Lösung? Diese und weitere Fragen beantworten wir im Comarch Webinar am 17. November um 10 Uhr.  Jetzt kostenfrei anmelden

Zalando im 3. Quartal wieder im Aufwind
Trotz deutlich höherer Verluste im 3. Quartal sieht sich Zalando wieder auf Wachstumskurs. Die Zahl der Kundinnen und Kunden übertrifft 50 Mio. und liegt damit acht Prozent höher als im Vorjahr; die Mitgliedschaften bei Zalando Plus hat sich verdreifacht. Man habe die Profitabilität vorangetrieben und das Ergebnis verbessert, heißt es in der Pressemitteilung. Die Zielsetzung für das Jahr 2022 war mal 30 Mrd. Bruttowarenwert. Aktuell gilt es als Erfolg, wenn lediglich die Hälfte erreicht wird.  

Manuel van de Kamp wird neuer Chief Product Officer bei OBI
Bisher war Manuel van de Kamp bei OBI für die digitale Transformationseinheit "OBI next" verantwortlich, nun steigt er in den Vorstand auf. In seiner neuen Rolle als Chief Product Officer steht ab sofort die Digitalisierung des gesamten Ökosystems und die Verzahnung des stationären und des Online-Geschäfts im Fokus. 

Neue Ausgabe von Der Handel jetzt als E-Paper lesen
Die ersten deutschen Händler experimentieren mit Kryptowährungen, wenn auch bislang eher als Marketing-Gag. Dennoch Grund genug für Der Handel, sich den Trend, seine Chancen und die praktischen Hürden genauer anzusehen. Weiterer Themenschwerpunkt in der November-Ausgabe ist der dritte Corona-Herbst im Einzelhandel - der weniger von Pandemie- als von Energiesorgen geprägt ist. Konsumzurückhaltung und die hohen Gas- und Strompreise machen Unternehmen zu schaffen. Der Handel gibt Tipps, wie Arbeitgeber Energiekosten senken und sich für mögliche Rationierungen wappnen. Die aktuelle E-Paper-Ausgabe von Der Handel mit allen Inhalten des gedruckten Heftes können Sie hier kostenfrei herunterladen.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Schweiz: Test des Lebensmitteldienstes Aldi Now läuft erfolgreich
In der Schweiz testet Aldi schon seit Dezember 2021 die Lieferung von  Lebensmitteln und sammle dabei wertvolle Erfahrungen im Onlinehandel, berichtet die Schweizer Branchenplattform Konsider, als Reaktion auf die Ankündigung von Aldi Süd gestern (das Morning Briefing berichtete). Der Testbetrieb beschränkte sich zunächst auf Zürich, sei nun aber auf Bern, Basel, Winterthur und St. Gallen ausgeweitet worden. Auf Anfrage teilte Aldi Konsider mit, dass die Kundenresonanz sehr positiv sei, allerdings noch nicht abschließend feststehe, ob der Lieferdienst auf die Gesamtschweiz ausgeweitet wird.

Amazon verhängt weltweiten Einstellungsstopp
Aufgrund hoher Inflation und unsicherer Wirtschaftslage hat Amazon einen Einstellungsstopp verhängt. Die Ankündigung findet sich im Unternehmensblog. Neubesetzungen soll es nur noch vereinzelt bei Personalabgängen geben. Amazon beschäftigt weltweit derzeit über 1,54 Mio. Menschen. Die Maßnahme solle zunächst für die kommenden Monate gelten. Es habe auch in der Vergangenheit bereits schwierige Phasen gegeben, heißt es im Blog, während derer man den Gürtel habe enger schnallen müssen. Alle Teams sollten an ihrer Produktivität arbeiten.  


///// TRENDS & TECH

Rewe will in Hamburg per Roboter liefern
Amazon hat die Testphase für Lieferroboter in den USA gerade als erfolglos eingestellt, die REWE-Gruppe nimmt sie nun auf und will als erster Lebensmittelhändler kleine Roboter-Fahrzeuge des US-Herstellers Cartken in Hamburg für die Lieferung von Lebensmitteln nutzen. 

E-Commerce-Branchenreport 2022 erschienen
Ein umfangreiches Stimmungsbild der Lage im E-Commerce liefert der gerade erschienene E-Commerce-Branchenreport 2022 des Händlerbunds. Demnach sind die Aussichten trübe, die Stimmung unter den Händlerinnen und Händlern verhalten. Den E-Commerce-Branchenreport 2002 gibt es kostenlos hier

Musk streicht Stellen bei Twitter
Etwa die Hälfte des Personals, also 3.700 Stelle, sollen laut Medienberichten bei Twitter gestrichen werden. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden ab heute informiert. Elon Musk plane außerdem die Homeoffice-Möglichkeiten einzuschränken. Alle verbleibenden Mitarbeiter sollen sich in den Büros zurückmelden. Nach dem Rücktritt vieler leitender Mitarbeiter wird Elon Musk Twitter zunächst als alleiniger Direktor führen. 

///// NACHHALTIGKEIT

Zwei Studien zu Zusatzgebühren für Retouren 
  • Die Recherche-Plattform für Kundenbeziehungen Usertesting hat in einer aktuellen Studie herausgefunden, dass 60 Prozent der Deutschen sehr wohl bereit wären, eine Zusatzgebühr für Retouren zu bezahlen, wenn diese zur Verringerung oder den Ausgleich der Umweltbelastungen durch das Online-Shopping beitragen würde. Die Zusatzgebühr könnte laut Studie für die Mehrheit der Befragten bei bis zu zehn Prozent des Einkaufswertes liegen. Etwa die Hälfte der Kundinnen und Kunden in Deutschland würde allerdings eine Online-Bestellung überdenken, wenn eine Zusatzgebühr erhoben wird. Für lediglich 40 Prozent spielt die Nachhaltigkeit beim Online-Einkauf eine Rolle. 
  • Das auf Retouren spezialisierte Unternehmen Zigzag Global legt ähnliche Zahlen vor: 48 Prozent der Deutschen würden umweltfreundliche Rücksendeoptionen in Erwägung ziehen, auch wenn dies mit Mehrkosten verbunden wäre. Prinzipiell würden 42 Prozent der Befragten weniger Produkte zurücksenden, wenn bekannt wäre, dass sie auf dem Müll kommen. Grund für eine Ablehnung von Zusatzkosten sind laut Studie die aktuell steigenden Preise. Etwa ein Drittel der Befragten ist im Second-Hand-Ein- und -Verkauf aktiv.