Metas Rechnung für das Projekt Metaverse hat bislang die stolze Summe von 15 Milliarden US-Dollar erreicht, zehn im vergangenen Jahr, fünf Milliarden sind es bislang in diesem Jahr. Dazu gibt es einige interessante Vergleichszahlen. Der addierte Verlust der vier Fluggesellschaften American Airlines, Jet Blue, Spirit und Frontier Airlines liegt bei 14,8 Milliarden US-Dollar. Die Bruttosozialprodukte von Jamaika und Armenien hat nach den Berechnungen der Weltbank 13,6 respektive 13,8 Milliarden US-Dollar erreicht.

///// HANDEL NATIONAL
Otto in Deutschland mit deutlichem Umsatzminus im ersten Halbjahr
Für die Otto Group ging es in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres (bis Ende August) mit dem Umsatz um 5,6 Prozent nach unten. Die Unternehmensgruppe berichtet für Deutschland einen Umsatzrückgang von 13,5 Prozent, die ausländischen Märkte hätten dagegen um 8,2 Prozent zugelegt. Die roten Zahlen für Deutschland begründet der Handelskonzern unter anderem mit dem "Rückgang beim handelsnahen Segment Services als unmittelbare Folge abnehmender Bestellungen". Insgesamt liege die Otto Group aber über den Vergleichswerten aus den Jahren vor der Pandemie. Der Vorstand sehe sich durch die Digitalisierung der Geschäftsmodelle und der Vertriebskanäle gut vorbereitet. Eine Prognose für die zweite Hälfte des Jahres wolle er aber nicht abgeben, hoffe aber auf eine Erholung der Nachfrage. Die strategischen Investitionen in die digitale Transformation würden fortgesetzt.


Galeria Karstadt Kaufhof beantragt eine weitere Staatshilfe
Galeria Karstadt Kaufhof kommt nicht aus dem Tief. Der Warenhauskonzern hat weitere staatliche Hilfen beantragt, melden mehrere Medien, die Höhe ist noch nicht bekannt. Es sei unklar, ob Galeria auf weitere Hilfen hoffen könne und welcher Umfang möglich sei. CEO Miguel Müllenbach hatte die Mitarbeiter kürzlich gewarnt, dass sich das Unternehmen "erneut in bedrohlicher Lage" befinde. Nach Einschätzung von Experten seien die Gründe aber nicht nur der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise und die Inflation, sondern auch unternehmerische Fehler, denn der Konzern habe "das Aufkommen des Onlinehandels verschlafen". Damit hat die Handelskette bereits den dritten Antrag seit dem Ausbruch der Pandemie gestellt, der erste erfolgte Anfang 2021, der zweite ein Jahr später. Die bisher ausgezahlten Summen des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) liegen bei 680 Millionen Euro.

GLS kooperiert mit Shopify
Shopify-Nutzer haben nun Zugriff auf die Versandangebote des Paketdienstleisters GLS Germany. Die Schnittstelle für die Verbindung der beiden Systeme ist Easy GLS, teilt GLS mit. Anbieter für die neue App sei 247 Apps, die Entwicklung sei in Zusammenarbeit von GLS und 247 App erfolgt. Zu den zusätzlichen Diensten gehörten eine automatisierte Paketschein-Erstellung sowie Rechnungs- und Lieferscheindruck. Für kleinere Paketmengen seien der nationale und internationale Paketversand, Abstellerlaubnis und Briefkastenzustellung, der Flex Delivery Service, die garantierte 24h-Lieferung, Nachnahme, Zustellung mit Identitäts- und Altersprüfung sowie Retouren-Erstellung verfügbar.


///// HANDEL INTERNATIONAL

Blibli startet Blibli Tiket
Der indonesische E-Commerce-Konzern Blibli hat zwei seiner Tochterunternehmen in einem neuen "Ökosystem" integriert. Unter Blibli Ticket werden die Produkte der Reiseplattform Tiket.com und der Supermarktkette angeboten, berichtet Tech in Asia. So sollen alle Plattformen darin eingebaut werden, was die Integration genau enthalte, sei aber nicht bekannt. Blibli habe Tiket.com 2017 übernommen, beide seien aber getrennte Unternehmen geblieben, seit vergangenen Februar hätten sie die Leistungen des anderen Anbieters in die eigene App eingebaut.

Hello Fresh baut in den USA 611 Arbeitsplätze ab
In den USA verlieren 611 Mitarbeiter von Hello Fresh ihren Job, denn das Lagerhaus im kalifornischen Richmond wird geschlossen, meldet Business Insider. Das Unternehmen wolle effizientere Standorte aufbauen. Im Mittelpunkt stünde für Hello Fresh ein profitables Wachstum durch strategische Investitionen in Infrastruktur und Technologie. Die Schließung in Richmond solle bis zum 11. Dezember abgeschlossen werden, dort hätten sich die Mitarbeiter 2021 gegen eine Gewerkschaft entschieden. Die Vermietung durch Hello Fresh wäre Anfang 2023 ausgelaufen, habe der Anbieter von Kochboxen mitgeteilt. Die Lagerhalle werde bereits zum Leasing angeboten.

Black Friday hat begonnen
Nach Einschätzungen von Analysten hat die Phase der Weihnachtseinkäufe in den USA bereits begonnen. Der Handel will laut CNBC die übervollen Bestände abbauen und die Kunden trotz ihrer Inflationsängste zum Einkauf bewegen. Mit Hilfe von Rabatten solle die Weihnachtssaison früher beginnen. Black Friday sei bereits erreicht. Für Sparten wie Elektronik, Spiele und Computer werde mit Preissenkungen in Rekordhöhe gerechnet. Die Verbraucher sollten auf besondere Verkaufsstrategien achten und eine Preisvergleichsliste anlegen.

Asos in Gesprächen über neue Kredite
Asos befindet sich nach einer Meldung von Reuters in Gesprächen über neue Kredite. Der Online-Modehändler wolle sich Kredite in Höhe von 350 Millionen Britische Pfund sichern. Asos habe entsprechende Gespräche über die Erweiterung der im Januar 2024 auslaufenden Kreditregelung bestätigt. Asos wolle so die finanzielle Flexibilität steigern und eine starke Position halten. Verhandlungspartner seien unter anderem Barclays, HSBC und Lloyds Banking Group. Asos hatte Ende August eine Gewinnwarnung veröffentlicht. Für das Gesamtjahr hatte das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 150 Millionen Britische Pfund prognostiziert.



///// TRENDS & TECH

Kunden setzen im Online-Handel auch auf digitale Abos
Neben den Abonnements für Streaming-Dienste oder Softwareprogramme nutzen die Kunden diese verstärkt auch für Anbieter mit regelmäßigen Produktlieferungen oder Gesundheitsplattformen. Dies ist nach einem Bericht von Internet World das Ergebnis einer Untersuchung von Capterra. Der Software-Anbieter bezeichnet die neuen Angebote als "nicht-traditionelle Abos", die von sieben Prozent der Befragten genutzt würden. 28 Prozent nutzten die nicht-traditionellen und die konventionellen Programme. Für 32 Prozent sei Bequemlichkeit das wichtigste Argument für die Entscheidung, 24 Prozent wählten aufgrund eines Sonderangebots. Neugier sei für 42 Prozent bei der Wahl eines Abos für Produktboxen entscheidend, Bequemlichkeit für 24 Prozent. Insgesamt lehnten 19 Prozent Abonnements grundsätzlich ab, für 42 Prozent von ihnen seien Bedenken vor weiteren Ausgaben ausschlaggebend.

Das Bestellverhalten hat sich kaum verändert
Nach den Ergebnissen der Verbraucherbefragung "Interaktiver Handel in Deutschland" des BEVH hat sich das Bestellverhalten der Kunden bei ihren Online-Käufen nur wenig verändert. Die Zahl der Käufe sei zwischen Januar und September insgesamt zurückgegangen, doch 42,5 Prozent der Verbraucher hätten in den vergangenen sieben Tagen im Internet eingekauft. Nach 37,7 Prozent 2019 lag der Höchstwert im vergangenen Jahr bei 45,4 Prozent, der Verband stuft die Entwicklung immer noch auf einem hohen Niveau ein. Dies gelte auch für den Frequenz-Indikator, der anzeigt, dass die Kunden in der vergangenen Woche mehr als einmal bestellt haben. Nach 19,5 Prozent 2017 lag der Wert im vergangenen Jahr bei 41,7 Prozent, in diesem Jahr bei 37,8 Prozent. Eine Veränderung gebe es bei der Größe der Warenkörbe, umfangreichere Bestellungen würden aufgeschoben.

Für Digital Commerce M&A geht es abwärts
Nach einem besonders starken ersten Quartal 2022 mit insgesamt 699 M&A-Abschlüssen weltweit, geht die Zahl der Transaktionen seitdem ständig zurück. Das sind die neuesten Zahlen des Digital Commerce M&A-Report von Hampleton Partners. Im zweiten Quartal seien es dann 544 Transaktionen gewesen, im dritten Quartal nur noch 410. Im vergangenen Jahr habe die Zahl der M&A bei 2.300 gelegen, ein Plus von 38 Prozent gegenüber 2020, nun sei das Volumen nach Einschätzung der Analysten "wieder auf ein normales, vorpandemisches Niveau zurückgegangen". Als Gründe nennen sie die Lockerung der Coronabestimmungen, den Weg der Kunden zurück in die Geschäfte, die Inflation und den Krieg in der Ukraine. Sie rechnen damit, dass Finanzinvestoren die Märkte konservativer beobachten und selektiver investieren werden.


///// NACHHALTIGKEIT

Ebay UK gründet mit British Fashion Council den Circular Fashion Innovator’s Fund
Ebay UK will mit Hilfe eines neuen Fonds kleine Unternehmen, die sich auf Kreislaufwirtschaft in der Bekleidungsindustrie spezialisiert haben, unterstützen. Gemeinsam mit dem British Fashion Council hat der Online-Konzern den Circular Fashion Innovator’s Fund gegründet, er hat ein Volumen von 100.000 Britische Pfund. Die beiden Partner wollen damit die Entwicklung neuer Technologien und Dienstleistungen fördern, durch die Verbraucher ihr Kaufverhalten ändern, schreibt Channel X. Der Fonds werde schließlich nach der Auswahl durch eine Jury auf sechs Unternehmen verteilt, die jeweils 15.000 Britische Pfund erhalten, der Gewinner erhalte weitere 10.000 Britische Pfund. Darüber hinaus gebe es ein Programm, in dem sie sechs Wochen beraten und unterstützt werden.