E-Mails bilden das Rückgrat der geschäftlichen Kommunikation. Ein Mail-Security-Anbieter kommt in einer Trendumfrage zu dem Schluss: Ein wesentlicher Teil des Handels hat Handlungsbedarf, was die Sicherheit des eigenen E-Mail-Verkehrs angeht.

Trotz "Teams", "Zoom", Messengern und Chatbots bleiben E-Mails eines der wichtigsten Kommunikationsmittel. Die Marktforscher der Radicati Group prognostizierten voriges Jahr, die Gesamtzahl der geschäftlich wie auch privat gesendeten und empfangenen E-Mails werde 2021 bei mehr als 319 Mrd. pro Tag liegen und bis Ende 2025 auf 376 Mrd. pro Tag wachsen.

Die Frage der E-Mail-Sicherheit liegt auf der Hand. Das Analystenhaus Techconsult hat dazu im Auftrag des Paderborner Mail-Security-Anbieters Net at Work unter Unternehmen, Verwaltungen, Gesundheitseinrichtungen und anderen Organisationen herumgefragt, die Zahl der Befragten lag bei gut 200. Ergebnis: Die Frage der Sicherheit ist offenbar nicht überall gelöst.

  • Drei von vier Unternehmen im Handel fühlten sich nicht optimal vor Cyber-Angriffen geschützt, so die Umfrage.
  • Jedes dritte Unternehmen sage, es könne die Qualität der eigenen E-Mail-Sicherheit nicht beurteilen.
  • Jedes vierte sei sich bewusst, dass es aus Personalmangel nicht in der Lage sei, die Konfiguration der eingesetzten E-Mail-Sicherheitslösung regelmäßig zu prüfen und anzupassen.
  • Und rund 15 Prozent der Befragten hätten angegeben, die eingesetzten Lösungen seien nicht in der Lage, bekannte Bedrohungen abzuwehren.
  • Gleichzeitig räumten etwa 90 Prozent der befragten Unternehmen der Sicherheit ihrer E-Mail-Kommunikation eine überdurchschnittlich hohe Bedeutung ein.


Als Anforderungen an Schutzsysteme sind den Befragten der Schutz vor Malware, vor Phishing und vor Spam besonders wichtig, außerdem eine vertrauenswürdige Kommunikation – sichergestellt durch Signatur und Verschlüsselung – sowie die sichere Übertragung großer Dateien.

Die meisten bevorzugen Cloud-Dienste

Soweit die Problemlage. Zur Lösung würden der Umfrage zufolge rund 70 Prozent der befragten Handelsunternehmen ihre E-Mail-Sicherheit in externe Hände legen, so Net at Work (das Unternehmen bietet genau das an). Dabei bevorzugten fast 15 Prozent die Auslagerung als Managed Service an einen lokalen Dienstleister und mehr als 55 Prozent die Nutzung eines Cloud-Security-Service für E-Mail-Sicherheit. "Damit ist der Handel mit seiner Präferenz für Cloud-Services im Branchenvergleich führend", heißt es vom Unternehmen.

Die Nutzung eines nationalen Anbieters von Cloud-Security-Services werde vom Handel eindeutig favorisiert  angesichts der seit Jahren laufenden Datenschutz-Diskussionen rund um US-Anbieter keine Überraschung. Als entscheidende Auswahlkriterien für ein externes Angebot zur E-Mail-Sicherheit hätten Händler zudem die Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration und die Support-Qualität genannt, so die Umfrage weiter. "Offensichtlich ist es Unternehmen dieser Branche wichtig, dass nicht alle Kunden über einen Kamm geschert werden", heißt es von Net at Work.