Versehentlich veröffentlichte Bannerwerbung hat es verraten. Der nächste Amazon Prime Day startet am 16. Juli. Der Schnäppchen-Tag ist ein gewaltigerer Umsatzhebel als der Black Friday und wird in diesem Jahr zeitlich nochmals ausgedehnt. Das müssen Sie jetzt wissen.

Der Prime Day von Amazon ist jedes Jahr ein globaler Schnäppchen-Rausch. Von dem profitiert vor allem Amazon selbst. Top-Seller sind alljährlich die eigenen Tech-Gadgets und Eigenmarken. Und: Die Angebote locken neue Prime-Mitglieder. Die sind ein wichtiger Faktor für das Amazon-Geschäft: Dank der kostenlosen schnellen Lieferung bestellen sie regelmäßiger, geben mehr Geld aus und erreichen eine deutliche höhere Conversion-Rate.  

Mit geschätzt über 20 Millionen Prime-Kunden in Deutschland ist Amazon neben Payback und ADAC wohl die Loyality-Großmacht. Amazon hat weltweit mehr als 100 Millionen Prime-Mitglieder. 2017 versandte Amazon mehr als fünf Milliarden Artikel mit Prime. Ein Kostenfaktor, der Amazon durchaus zu schaffen macht.

2017 orderten die Kunden weltweit mehr als 40 Millionen Artikel am Prime Day. Der Umsatz stieg um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Rede ist von rund 600 Millionen Dollar Umsatz binnen 30 Stunden. In diesem Jahr wird der Prime Day wohl rund 36 Stunden dauern.

Chancen auch jenseits von Amazon

Der Prime Day hat übrigens noch einen schönen Nebeneffekt. Man sieht, was Amazon so alles in den Tiefen des Sortiments hat. Auch das ist eine schöne Werbung für den Sortiment-Giganten mit weit über 200 Millionen Produkten.
  Interessanterweise profitieren auch Händler jenseits von Amazon vom Shopping-Event. Studien zeigen, dass diese Händler rund um den Rabatttag Umsatzsprünge von 30 Prozent und mehr verzeichnen können, wenn sie zeitgleich Aktionen fahren. Deshalb macht Amazon in der Regel aus dem Datum ein großes Geheimnis. Mitbewerbern soll keine Zeit bleiben, sich vorzubereiten.

Und noch jemand wird auf das Datum schauen.
© Statista
Verdi dürfte auch an diesem Tag wie gewohnt versuchen, mit Streiks in den Logistikzentren Sand ins Getriebe zu streuen. Die Gewerkschaft verlangt in dem seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels.


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