Der nächste Amazon Prime Day dauert gleich 48 Stunden. 12 Stunden mehr als 2018. Los geht es am 15. Juli kurz nach Mitternacht. Der Super-Schnäppchen-Tag geht bis zum Ende des 16. Juli. Der Rabatt-Tag ist ein gewaltigerer Umsatzhebel als der Black Friday und dürfte in diesem Jahr wieder alle Rekorde brechen. Das müssen Sie jetzt wissen.

Der Prime Day von Amazon ist jedes Jahr ein globaler Schnäppchen-Rausch. 2018 sorgten die Kunden weltweit für Umsätze von mehr als 1,5 Milliarden Dollar am Prime Day.

Von der Kauforgie profitiert vor allem Amazon selbst. Top-Seller sind alljährlich die eigenen Tech-Gadgets wie Echo und Kindle sowie Eigenmarken. Und: Die Angebote locken neue Prime-Mitglieder. Die sind ein wichtiger Faktor für das Amazon-Geschäft: Dank der kostenlosen schnellen Lieferung bestellen sie regelmäßiger, geben mehr Geld aus und erreichen eine deutliche höhere Conversion-Rate.  

Mit geschätzt über 20 Millionen Prime-Kunden in Deutschland ist Amazon neben Payback und ADAC wohl die Loyality-Großmacht. Amazon hat weltweit mehr als 100 Millionen Prime-Mitglieder. 2017 versandte Amazon mehr als fünf Milliarden Artikel mit Prime. Ein Kostenfaktor, der Amazon durchaus zu schaffen macht.

Chancen auch jenseits von Amazon

Der Prime Day hat übrigens noch einen schönen Nebeneffekt. Man sieht, was Amazon so alles in den Tiefen des Sortiments hat. Auch das ist eine schöne Werbung für den Sortiment-Giganten mit weit über 200 Millionen Produkten.

Amazon macht sich bereit für den Prime Day 2019

In diesem Jahr wird der Angebotstag noch attraktiver: Amazon begleitet den Prime Day erstmals mit Unterhaltungsangeboten. Außerdem sind exklusive Produkt-Premieren geplant.
Interessanterweise profitieren auch Händler jenseits von Amazon vom Shopping-Event. Studien zeigen, dass diese Händler rund um den Rabatttag Umsatzsprünge von 30 Prozent und mehr verzeichnen können, wenn sie zeitgleich Aktionen fahren.

Und noch jemand wird auf das Datum schauen.
© Statista
Verdi dürfte auch an diesem Tag wie gewohnt versuchen, mit Streiks in den Logistikzentren Sand ins Getriebe zu streuen. Die Gewerkschaft verlangt in dem seit Jahren andauernden Konflikt einen Tarifvertrag nach den Bedingungen des Einzel- und Versandhandels.
Allerdings braucht es Verdi nicht unbedingt als Bremser. 2018 zickten die Server zuweilen unter dem Ansturm. Teilweise waren Webangebote schwer erreichbar. Der Prime Day wird also auch spannend, um zu sehen, ob Amazon den Stresstest diesmal reibungslos meistert.
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