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Filiale oder virtuelle Welt: Gegensätzliche Zukunftsbilder für 2036 liegen gleichauf
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Filiale oder virtuelle Welt: Gegensätzliche Zukunftsbilder für 2036 liegen gleichauf

Die Filiale als Abhol-, Retouren- und Versorgungsknoten: Dieses Zukunftsbild halten Fachleute aus Handel, Logistik und Wissenschaft in einer EHI-Szenariostudie für das Jahr 2036 am ehesten für realistisch. Fast gleichauf liegt ein Szenario, in dem Läden an Bedeutung verlieren. Und eine Entwicklung erwarten die Beteiligten, obwohl sie sie kaum wollen.

David Wöllenstein22.09.264 Min.
Foto: Smartphone, Paket, Karte und Beleg liegen nachts auf einem beleuchteten Nachttisch.
© Black Forest Labs / Flux

Großbritannien: Shoppen zwischen Mitternacht und zwei Uhr

Fast die Hälfte der 25- bis 34-Jährigen kauft regelmäßig zwischen Mitternacht und zwei Uhr online ein, zitiert Aktien.news Zahlen der britischen Vergleichsplattform Moneysupermarket. Bei den über 55-Jährigen sei es fast jeder Fünfte. Rund ein Viertel der nächtlichen Einkäufe laufe über Kreditkarte, Dispokredit oder BNPL. Das Smartphone sei längst der Geldbeutet: Im britischen Weihnachtsgeschäft 2025 seien 16,5 Mrd. Pfund über mobile Geräte geflossen, 14 Prozent mehr als 2024 und damit fast zwei Drittel aller Online-Ausgaben.

Redaktion22.09.262 Min.
Foto: Mann mit Mappe und Papieren steht in einem hellen Gang zwischen Serverracks.
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Tech-Konzerne halten KI-Milliarden aus der Bilanz

Meta, Nvidia und Broadcom lagern Schulden für KI-Infrastruktur per Restwertgarantie in Zweckgesellschaften aus, berichtet Golem.de. Nvidia garantiere 105 Mrd. Dollar für einen Campus in Ohio, der dafür 20 Jahre lang ausschließlich Nvidia-Hardware nutze. Dies summiere sich bei sieben Hyperscalern und Chipherstellern auf über 3,1 Bio. Dollar. Die Ratingagentur S&P Global schlage Differenzen auf die Verschuldung auf, wenn eine Garantie den Notverkaufswert übersteige. Die Aufschläge fielen bislang gering aus, weil Chips und Rechenzentren die abgesicherten Schulden meist decken.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Kartons und graue Versandtaschen in einem Paketlocker vor hellen Wohnhausfenstern
© Black Forest Labs / Flux

Koreaner bummeln bei Temu und Co. und kaufen bei Coupang

Aliexpress und Temu gewinnen in Südkorea Nutzer, setzen aber weniger um, berichtet Chosun.com. Zusammen mit Shein seien die geschätzten Kartenzahlungen der Plattformen im August um 19,6 Prozent auf umgerechnet rund 91 Mio. Euro geschrumpft. Bei Aliexpress stehe einem Nutzerplus von 15,9 Prozent ein Zahlungsminus von 27,9 Prozent gegenüber. Marktführer Coupang habe dagegen um 12,6 Prozent auf rund 3,1 Mrd. Euro zugelegt. Analysten verweisen auf einen gesättigten Markt, den starken Dollar und die Schadstoffe in chinesischer Billigware.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau prüft Formulare an einem Schreibtisch neben einem aufgeklappten Laptop im Büro.
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B2B-Vertrieb: Kunden drängeln, Formulare bremsen

Fast drei Viertel der Großhändler und Hersteller fürchten, Kunden zu verlieren, wenn sie Anfragen nicht am selben Tag beantworten, zitiert Retail-News.de das „B2Best-Barometer“ von ECC Köln, Synaigy und Intershop. Zugleich verschlinge Verwaltungsarbeit bei 39 Prozent der Unternehmen mehr als 40 Prozent der Vertriebszeit. Als größte Bremse gelte das manuelle Erfassen von Angeboten und Aufträgen. Nur rund jedes dritte Unternehmen biete Kunden umfassenden Self-Service, die Mehrheit beschränke sich auf einfache Bestellfunktionen.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Mann prüft Kartons im Lagerregal mit einem Handscanner.
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Warenkorbabbrüche, Suchanfragen, Ladenhüter: KI schafft Ordnung

Online-Händler brauchen für bessere Entscheidungen keine zusätzlichen Daten, sondern einen klügeren Blick auf die vorhandenen, argumentiert Techbullion.com. Jeder Produktaufruf, jede Suche, jeder abgebrochene Warenkorb sende Signale. KI könne Traffic, Konversionen und Kaufverhalten verknüpfen und zeigen, welcher Artikel viele Besucher anlocke, aber kaum Käufer finde. So könne sie auch im Lager helfen, zwischen vergriffenen Rennern und kapitalbindenden Ladenhütern zu steuern. Zudem könne sie Ausreißer früher entdecken als der klassische Report.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau prüft eine geöffnete Nudelpackung neben einem Karton auf einer hellen Küchenarbeitsplatte
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Nudelpackung auf, Widerrufsrecht bleibt

Ein aufgerissener Nudelbeutel kostet Kunden nach deutschem Recht nicht das Widerrufsrecht, erklärt Haendlerbund.de. Ausgeschlossen sei es bei schnell verderblicher Ware wie frischem Fisch oder Torten sowie bei versiegelten Hygieneprodukten mit gebrochenem Siegel. Bei Nudeln, Reis oder Mehl fehle ein solches Siegel meist. Der Händler könne aber Wertersatz verlangen, sofern er korrekt belehrt habe: Um Zutaten oder Haltbarkeit zu prüfen, müsse niemand die Packung öffnen. Einen pauschalen Abzug erlaube das Gesetz nicht – maßgeblich sei der tatsächliche Wertverlust.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Frau öffnet in heller Küche ein kleines Paket neben Schwamm, Tuch und Reinigungsmitteln.
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Temu ist Nummer eins in vier EU-Ländern

Drei Jahre nach dem Markteintritt führt Temu den Online-Handel in Finnland, Kroatien, Ungarn und Slowenien an, berichtet Retail-News.de unter Berufung auf ECDB-Daten für 2025. In acht weiteren Ländern, darunter Frankreich und Österreich, lande die Plattform auf Platz zwei. Temu profitiere dort vom Fehlen eines großen heimischen Marktplatzes und von Kunden, die ohnehin gern grenzüberschreitend bestellen. In Deutschland, der Schweiz oder Großbritannien reiche es bislang nicht für die ersten zwei Plätze, wohl aber für die Top Ten. Die verschärften Zölle seien in den Zahlen allerdings noch kaum sichtbar.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Beauty- und Wellnessprodukte mit gerolltem Handtuch auf hellem Ladenregal
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Schönheit und Gesundheit teilen sich jetzt ein Portemonnaie

Beauty, Gesundheit und Wellness verschmelzen für US-Verbraucher zu einem einzigen Budgetposten, berichtet Cnbc.com. Wer eine Nachtcreme suche, wäge sie ebenso gegen einen Personal Trainer ab wie gegen die nächste Creme. Vier von zehn Befragten wünschen sich demnach breitere Sortimente klassischer Beautymarken, 42 Prozent der Manager wollen dagegen beim Kerngeschäft bleiben. Andere rücken die Regale bereits zusammen: Ulta eröffnet Wellness-Boutiquen, Procter & Gamble kauft den Supplement-Hersteller Thorne für 3,8 Mrd. Dollar.

Redaktion22.09.263 Min.
Foto: Mann sortiert Unterlagen an einem Logistikschreibtisch neben Kartons und Lagerregalen
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Bürokratie ist Standortproblem Nummer eins

Jedes zweite deutsche Unternehmen nennt Bürokratie und Regulierung als größtes Standortproblem, zeigt eine Umfrage des Ifo-Instituts. Auf Platz zwei lande mit weitem Abstand die Energie (27 Prozent), dahinter die Arbeitskosten (22 Prozent). Die Klage hänge an der Betriebsgröße: Von den Solo-Selbständigen nenne sie nur jeder Dritte, bei großen Unternehmen seien es 59 Prozent. Der Handel setze einen eigenen Akzent: Ein Viertel der Händler nenne die schwache Wirtschafts- und Auftragslage als Problem, so viele wie in keinem anderen Wirtschaftsbereich.

Redaktion22.09.262 Min.
Foto: Kartons auf einem Schreibtisch neben einem Laptop mit unscharfer Produktübersicht
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Amazon blockt Metas Muse

Amazon sperrt seit Sonntagabend Metas KI-Assistenten Muse von seinem Marktplatz aus, berichtet Winfuture.de. Der Agent vergleiche Preise, fülle Warenkörbe und schließe Käufe ab, gebe sich dabei nicht als Maschine zu erkennen. Genau das verlange Amazon aber von Shopping-Bots. Zudem befürchte der Händler, Muse könne Zugangsdaten abgreifen. Winfuture vermutet ein handfesteres Motiv: Wer per Agent einkaufe, überspringe Produktseiten samt gesponserter Artikel. Wirtschaftlich wichtig: Amazon setzte im vergangenen Jahr rund 59 Mrd. Euro mit Werbung um.

Redaktion22.09.262 Min.
3D-Illustration zeigt Verschmelzung von Handelsdaten in einer zentralen Cloud-Struktur — Variante B
© Higgsfield / Soul

Warum Agentic Commerce die größte Chance für den B2B-Handel seit Jahren ist

Wenn KI-Agenten im B2B-Einkauf Produkte suchen, Konditionen vergleichen und Bestellungen auslösen, dürfte zum Zug kommen, wer seine Daten maschinenlesbar bereitstellt. Stefan Hamann aus dem Expertenrat, Mitgründer von Shopware und dort seit August Chief Agentic Officer, skizziert fünf Schritte, mit denen sich B2B-Händler darauf vorbereiten können.

Stefan Hamann21.09.264 Min.
Foto: Mann am Schreibtisch arbeitet an Laptop mit unscharfer Videokachel-Ansicht und Notizzettel daneben
© Black Forest Labs / Flux

Warum Mediabudgets Richtung Youtube wandern

Große Marken verschieben Mediabudget vom Fernsehen zu Youtube, berichtet Textilwirtschaft.de. Bayer habe TV und Youtube für Iberogast nicht mehr getrennt geplant, sondern die Reichweite gemeinsam berechnet, und sei in der Zielgruppe von 45 auf 67 Prozent Netto-Reichweite gekommen. Nestlé habe einem Creator beim Launch eines Kaffeekonzentrats die kreative Führung überlassen: 75 Prozent höhere Klickrate, 30 Prozent niedrigere Akquisekosten. E.ONs Reality-Serie zur Energiewende habe die Markenerwägung bei Hausbesitzern um zwei Prozentpunkte gehoben.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Smartphone auf Stativ neben Paketen, gefalteter Kleidung und Kosmetik auf hellem Arbeitstisch
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Zehn Jahre Tiktok: Vom Playback-Portal zur Kaufmaschine

Vor zehn Jahren ging in Peking die App „A.me“ an den Start, aus der erst Douyin und dann Tiktok wurde, berichtet Heise.de. Der Feed sei aber nie dem Freundesnetz gefolgt, sondern dem Interesse: Die „For You“-Seite messe Verweildauer millisekundengenau und hebe auch Accounts ohne Follower vor Millionenpublikum. Meta, Google und Snapchat zogen nach. Mit eigenem Shop, Live-Verkauf und Kauf per Fingertipp pflügt Bytedance inzwischen ein Revier um, das lange Amazon und dem Einzelhandel gehörte.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Frau arrangiert Dekoartikel neben einem Smartphone mit unscharfer Shopping-Ansicht auf dem Tisch
© Black Forest Labs / Flux

Pinterest macht Suchbilder zu Verkaufsflächen

Pinterest schiebt Anzeigen künftig direkt in die Bildersuche, meldet Retail-News.de. Die „Visual Search Ads“ sollen in Suchergebnissen und in vergrößerten Pins erscheinen und Keyword-Signale mit der Produkterkennung der Plattform verknüpfen. Die Beta läuft in den kommenden Wochen in allen Werbemärkten an. Parallel bekommt die Automatisierungsplattform Performance+ eigene A/B-Tests und „Priority Products“ für einzelne Artikel.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Mann prüft Produktverpackungen neben einem geöffneten Laptop in hellem Büro
© Black Forest Labs / Flux

Walmart öffnet Scintilla für Marktplatzdaten

Walmart erweitert seine Datenplattform Scintilla im kommenden Jahr um Marktplatzdaten, berichtet Digiday.com. Lieferanten, die zugleich über Walmarts Marktplatz verkaufen, sollen dort beide Vertriebswege nebeneinander sehen. Dazu kommen konfigurierbare Dashboards, eigene Warnmeldungen und ein ausgebauter KI-Assistent namens „Marty“, der nicht mehr nur Berichte zusammenfasse, sondern Empfehlungen ausspreche – etwa, warum Kunden abwandern. Reine Marktplatzhändler bleiben vorerst außen vor.

Redaktion21.09.263 Min.
Foto: Ältere Frau arbeitet nachdenklich an einem Laptop in einem hellen Büro.
© Black Forest Labs / Flux

Chefs verordnen KI, sparen aber am Warum

Arbeitgeber drängen 85 Prozent der Beschäftigten zur KI-Nutzung, doch fast die Hälfte weiß nicht wozu, berichtet Techradar.com. Die Zahlen stammen von Culture Amp, das weltweit 112.000 Menschen in 123 Unternehmen befragt hat. Die Befragten melden mehr Produktivität und Motivation – nur die Begründung bleibt in den Führungsetagen hängen. Culture Amp führt das auf unfertige Strategien zurück: Wer nicht wisse, welche Rollen KI umbaue, schweige lieber, als sich zu irren.

Redaktion21.09.262 Min.
Foto: Rollwagen mit Stofftaschen und Paketen in einem hellen Lagergang zwischen Regalen
© Black Forest Labs / Flux

Walmart macht 4.615 Filialen zum Auslieferungslager

Walmarts Filialen entwickeln sich zur Logistikinfrastruktur: Im Quartal bis Ende Juli 2026 legte der weltweite Online-Umsatz um 23 Prozent zu, berichtet Merca20.com. Rund 80 Prozent der US-Bestellungen und sämtliche Expresslieferungen liefen über die 4.615 Läden. Zustellungen aus der Filiale wuchsen um 43 Prozent, Expresslieferungen um 48 Prozent. Der US-Marktplatz legte um 52 Prozent zu und füttert das Werbegeschäft, das global 38 Prozent gewann.

Redaktion21.09.263 Min.

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